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Cyber-Security-Glossar

Datenleck

Bei einem Datenleck werden vertrauliche oder anderweitig schutzbedürftige Informationen unbeabsichtigt oder unkontrolliert für Unbefugte zugänglich. Die Daten können aktiv entwendet worden sein oder ohne gezielten Angriff offenliegen – beispielsweise in einem frei erreichbaren Cloud-Speicher.

Häufige Ursachen

Typische Auslöser sind falsch konfigurierte Datenbanken und Freigaben, zu weit reichende Zugriffsrechte, Fehlversand, verlorene Datenträger oder kompromittierte Benutzerkonten. Auch eine ausgenutzte Sicherheitslücke kann ein Datenleck verursachen. Besonders kritisch ist, dass ein offener Datenbestand lange unbemerkt bleiben und automatisiert kopiert werden kann.

Abgrenzung zur Datenpanne

„Datenleck“ und Datenpanne beschreiben im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die unbeabsichtigte oder unbefugte Offenlegung von Daten beliebiger Art. Sind personenbezogene Daten betroffen, kann zugleich eine Verletzung ihres Schutzes nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO vorliegen. Dieser datenschutzrechtliche Begriff umfasst zusätzlich Verlust, Zerstörung oder unbefugte Veränderung und kann deshalb auch ohne Offenlegung erfüllt sein.

Vorbeugung und Reaktion

Wirksame Maßnahmen sind restriktive Berechtigungen, Verschlüsselung, sichere Grundeinstellungen, regelmäßige Konfigurationsprüfungen und die Überwachung ungewöhnlicher Datenübertragungen. Nach einem Fund sollte der Zugriff sofort kontrolliert geschlossen werden, ohne wichtige Spuren zu vernichten. Anschließend sind Umfang, Zeitraum, betroffene Informationen und mögliche Abrufe zu untersuchen.

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