Der österreichische Kranhersteller Palfinger, der 11.000 Mitarbeiter an über 35 Standorten weltweit beschäftigt und 2019 einen Jahresumsatz von 1.5 Milliarden Euro erzielte, sieht sich gerade mit noch andauernden globalen Cyber-Angriffen konfrontiert, die bereits zum Ausfall seines E-Mail-Systems und einer Störung des Geschäftsbetriebs führten.
So geht aus einer Stellungnahme des Unternehmens hervor, dass es gegenwärtig weder per E-Mail erreicht, noch Anfragen, Bestellungen, Lieferungen oder Rechnungen erhalten oder verarbeiten kann. Kunden und Geschäftspartnern wird empfohlen, zu Kommunikationszwecken alternative Kanäle wie Telefonanrufe, SMS oder Messenger von Drittanbietern zu verwenden.
Zur genauen Natur des Angriffs aus dem Darknet liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, es wird aber der Einsatz von Ransomware vermutet.
Nachtrag vom 23.03.2021:
Nachdem ein Großteil der Standorte für rund 2 Wochen lahmgelegt war, entschied sich das Salzburger Unternehmen für die Zahlung eines Lösegeldes. Am Tag des Bekanntwerdens des Cyberangriffs notierte die Aktie an der Wiener Börse kurz vor 14.00 Uhr rund 4 Prozent im Minus. (red, APA, 23.03.2021)