Berichten zufolge sind mehrere US-Behörden Opfer eines Cyber-Angriffs geworden, hinter dem die mutmaßlich von der russischen Regierung unterstützten Hacker der Gruppe APT29 vermutet werden. Zu den betroffenen Institutionen zählen unter anderem das US-amerikanische Handelsministerium (U.S. Treasury and Commerce) und die diesem unterstellte National Telecommunications and Information Administration (NTIA).
Dabei ist es den Angreifern gelungen, interne E-Mail-Kommunikation auszuspähen. Im Fall von NTIA hatten sie hierzu die von der Behörde verwendete Büro-Software kompromittiert und so über einen Zeitraum von mehreren Monaten den E-Mail-Verkehr der Behördenmitarbeiter mitverfolgt. Gegenwärtig wird der Vorfall vom Handelsministerium, der US-amerikanischen Bundespolizei FBI und der US-amerikanischen Behörde für Cybersicherheit CISA untersucht.
APT29 hatte erst kürzlich einen Cyber-Angriff auf das US-amerikanische Cybersicherheitsunternehmen FireEye verübt und soll über Verbindungen zum russischen Auslandsnachrichtendienst SWR (Служба внешней разведки Российской Федерации) verfügen. Die russische Botschaft in den USA bestritt derweil eine russische Beteiligung.