Die US-amerikanische Videospielschmiede 2K Games ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Den Cyber-Kriminellen war es gelungen, den Helpdesk des Unternehmens zu hacken und mittels dessen mit Malware infizierte E-Mails, getarnt als vermeintliche Support-Tickets, an Kunden zu verschicken. In den Nachrichten befinden sich Links, die bei Betätigung die Schadsoftware RedLine auf den Systemen der Betroffenen installieren.
RedLine ist bekannt dafür, von befallenen Geräten Informationen zu stehlen. Zu diesen können beispielsweise Browserverläufe oder Passwörter gehören.
2K Games nahm sein Supportportal vorläufig offline und untersucht den Vorfall. Seinen Kunden riet das Unternehmen, keine von seinem Support erhaltenen E-Mails zu öffnen und insbesondere keine darin enthaltenen Links zu betätigen. Personen, die einen solchen Link angeklickt haben, wird die Passwortzurücksetzung sowie die Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung empfohlen. Ebenso sollen eventuell Betroffene einen Antivirenscan durchführen und kontrollieren, ob für ihre E-Mail-Accounts Weiterleitungen eingerichtet wurden.
Nachtrag vom 10. Oktober 2022:
2K Games informiert seine Kunden zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Nachricht darüber, dass die gestohlenen Kundendaten in Form einer Datenbank mit ca. 4 Millionen Enträgen aus dem o.a. Hackerangriff im Darknet zum Verkauf angeboten werden.