In der niederländischen Gemeinde Nuenen sind versehentlich die Adressen von 1059 Bürgerinnen und Bürgern veröffentlicht worden, die zuvor gegen ein geplantes Asylzentrum protestiert hatten. Der Fehler passierte am 5. Dezember 2025 um 15:30 Uhr während der Vorbereitung einer Anhörung: Eine Adressliste gelangte irrtümlich an 52 Anwohner. Namen standen nicht darin, doch die Adressen ließen Rückschlüsse auf Betroffene zu. Die Gemeinde forderte die Empfänger auf, die Dokumente zu löschen, und meldete den Vorfall der Datenschutzbehörde. Interne Abläufe wurden verschärft. Dennoch kursierten die Listen bald in App‑Gruppen – und viele Betroffene fürchteten, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.