Die Netzbetreiber-Sparten Creos und Entevo sowie der Energieversorgungsbereich Enovos der luxemburgischen Encevo-Gruppe wurden in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2022 von unbekannten Hackern angegriffen. Die Kundenportale der drei Unternehmensbereiche waren zum Zeitpunkt dieses Artikels nur eingeschränkt erreichbar. Der Krisenstab der Encevo-Gruppe wurde sofort eingeschaltet. Netzbetrieb und Energieversorgung waren allerdings jederzeit gewährleistet.
Nachtrag vom 02. August 2022:
Encevo gab in einem Update am 28. Juli 2022 bekannt, dass es erste Hinweise auf den Diebstahl von Daten durch die Hacker gebe. Betroffene Kunden werden persönlich benachrichtigt, hies es in der Verlautbarung. Als erste Maßnahme wurde den Kunden empfohlen, die Passwörter für die Service-Portale von Encevo- und Creos-Diensten zu ändern. Sofern die Kunden die gleichen Passwörter auch für andere Online-Dienste nutzen, dann sollten sie diese ebenfalls umgehend wechseln.
Die ALPHV-Ransomware-Bande alias BlackCat hat die Verantwortung für die Cyberattacke übernommen.
Nachtrag vom 06. August 2022:
Die Angreifer haben auf ihrer TOR-basierten Website bekanngegeben, dass sie im Besitz von 180.000 Dateien bzw. 150 GB an Daten mit u.a. Verträgen, Rechnungen und E-Mails sind.