Durch einen technischen Fehler kam ans Licht, dass das Bekleidungsunternehmen H&M in umfassender Weise personenbezogene und sensible Daten der Mitarbeiter seines Service-Centers in Nürnberg sammelte. Zusammen mit der akribischen Auswertung der Arbeitsleistung wurden die daraus gezogenen Erkenntnisse genutzt, um ein Profil der Beschäftigten zwecks Maßnahmen und Entscheidungen im Arbeitsverhältnis zu erstellen.
So waren mitunter Informationen aus privaten Gesprächen in den Pausen und aus sogenannten "welcome back"-Gesprächen nach Abwesenheiten von Angestellten zusammengetragen worden und auf deren Basis beispielsweise Vermutungen über Menstruationsprobleme, Partnerwechsel, Medikamenteneinnahme und andere familiäre und gesundheitliche Entwicklungen im Leben der Mitarbeiter angestellt worden.
Die für H&M zuständige Datenschutzbehörde in Hamburg verhängte aufgrund dieser Bespitzelung von Beschäftigten ein Bußgeld in Höhe von 35.258.708 EUR.