Der IT-Dienstleister Init, der für die hiesigen Bundesbehörden IT-Services erbringt, ist im März und April 2023 wie auch die IT-Dienstleister Materna im gleichen Zeitraum und Adesso im Januar 2023 von unbekannten Angreifern gehackt worden. Die erbeuteten Daten wurden wahrscheinlich bereits für weitere Angriffe genutzt.
Zu den Kunden der genannten IT-Dienstleister zählen beispielsweise das Robert-Koch-Institut und die Autobahn GmbH des Bundes sowie die Bundesministerien des Innern und der Wirtschaft.
Laut einer Erklärung von Ende April 2023 ist es den Angreifern "sehr wahrscheinlich" gelungen, große Mengen der E-Mail-Kommunikation des betroffenen IT-Dienstleisters abzugreifen. Die E-Mails sollen neben personenbezogenen Daten wie Telefonnummern und Dienstsitzen auch aktuelle Projekte und Mailverläufe mit angehängten Dokumenten enthalten haben.
Die entwendeten Daten könnten für Social-Engineering-Angriffe genutzt werden, um weitere Daten zu erhalten oder in Behördennetzwerke einzudringen. Es bestehe ein "hohes Risiko", dass Beschäftigte versehentlich vertrauliche Dokumente weitergeben oder aber ermöglichen, dass Angreifer Daten und Code in die Systeme des ITZ Bund einspeisen.
Noch unklar sei, wer hinter den Angriffen stecke. Ein nachrichtendienstlicher Hintergund wird vermutet.