Das Mobiltelefon von Liz Truss, der bereits nach 45 Amtstagen zurückgetretenen Premierministerin des Vereinigten Königreichs, wurde unbestätigten Berichten der Zeitung Daily Mail zufolge während ihrer Zeit als Außenministerin durch russische Agenten gehackt. Infolgedessen sollen private Nachrichten zwischen Truss und anderen Außenministern sowie dem ehemaligen britischen Finanzminister Kwarteng in die Hände der Spione gefallen sein. Die Nachrichten thematisierten mitunter die russische Invasion der Ukraine.
Der Hack soll bereits im Sommer 2022 entdeckt worden sein, als Truss den Wahlkampf um den Vorsitz der konservativen Tory-Partei bestritt. Der damalige Premier Boris Johnson habe Details dazu jedoch zurückgehalten.
Von Seiten der britischen Regierung gab es in der Sache bislang keine ausführliche Stellungnahme. Ein Sprecher teilte lediglich mit, dass die Regierung nicht die Sicherheitsmaßnahmen von Individuen kommentieren werde, die Regierung jedoch über robuste Sicherheitssysteme verfüge. Diese beinhalteten sowohl regelmäßige Briefings für Minister als auch Beratung dazu, wie persönliche Daten geschützt und Cyber-Bedrohungen abgewehrt werden können.