Der australische Telekommunikationsanbieter Optus gab am 20. September 2022 bekannt, Opfer eines Cyber-Angriffs geworden zu sein. Dem Unternehmen zufolge kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Hacker auf personenbezogene Daten aktueller und ehemaliger Kunden zugegriffen haben. Vom Vorfall könnten die Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern, postalische und E-Mail-Adressen, Führerscheinnummern und Passnummern von bis zu 9 Mio. Personen betroffen sein.
Update vom 27.09.2022:
Die australische Bundespolizei teilte mit, Ermittlungen in der Sache aufgenommen zu haben. Währenddessen leakten die Cyber-Kriminellen zunächst einen Auszug mit den Daten von 10.200 Personen und stellten eine Lösegeldforderung von 1 Mio. USD, entschuldigten sich dann aber für ihre Tat und teilten mit, die erbeuteten Daten wieder gelöscht zu haben.
Update vom 05.10.2022:
Unter den kompromittierten Kundendaten befanden sich nach einer Pressemitteilung des Unternehmens von 03. Oktober 2022 auch die Ausweisnummern von 2,1 Millionen Betroffenen (1,2 Millionen gültige und 900 Tausend abgelaufene Dokumente).
Nachtrag vom 29.05.2024:
Die Australian Communications and Media Authority (ACMA) hat nun rechtliche Schritte gegen Optus eingeleitet.
Nachtrag vom 21.06.2024:
Die Untersuchung der ACMA ergab, dass eine veraltete API, die einen schwerwiegenden Codier-Fehler enthielt, nie vollständig aktualisiert bzw. korrigiert worden war. Sie blieb dennoch erreichbar, was den Tätern das Eindringen ermöglichte.
Nachtrag vom 24.09.2024:
Ein Mann, der die im Zuge des Angriffs kurzzeitig online abrufbaren Daten für Erpressungsversuche bei den Betroffenen genutzt hatte, wurde Anfang 2023 für diese Versuche zu einer 18-monatigen Community Correction Order verurteilt.