Ein 62-jähriger Computerfan aus Breda fand auf einem Flohmarkt fünf gebrauchte Festplatten mit sensiblen medizinischen Daten. Er hatte sie für je fünf Euro gekauft. Die Festplatten enthielten Informationen von Hunderten Patienten aus den Jahren 2011 bis 2019: Geburtsdaten, Adressen, Bürgerservicenummern (BSN), verschriebene Medikamente sowie Angaben zu Hausärzten und Apotheken. Betroffen waren vor allem Menschen aus Utrecht, Houten und Delft.
Der Käufer, Robert P., informierte sofort die betroffenen Pflegeeinrichtungen und die niederländische Datenschutzbehörde. Die Daten stammen vermutlich von Nortade ICT Solutions, einem ehemaligen Softwareanbieter für den Gesundheitssektor, der inzwischen nicht mehr existiert. Experten vermuten, dass die Festplatten bei einer Insolvenzversteigerung auf den Flohmarkt gelangten.
Nach niederländischem Recht müssen Festplatten mit sensiblen Daten professionell gelöscht werden. Stattdessen verkaufen Unternehmen sie oft an Refurbisher, um Kosten zu sparen. P. kaufte nach seiner Entdeckung weitere zehn Festplatten, um die Daten zu sichern. Die genaue Herkunft der Datenträger bleibt ungeklärt.