Bei Scalable Capital, einem Münchner Fintech-Vermögensverwalter mit über 120 Tsd. Kunden, hat sich eine schwere Datenpanne ereignet: Durch einen Insider-Angriff gelangten sensible Daten (Ausweis- und Steuerdaten sowie Daten zum Bankkonto und Wertpapierdepot) von 32 Tsd. Kunden an eine unautorisierte Partei. Dafür hatte jemand mit unternehmensinternem Wissen in einem Zeitraum von sechs Monaten (April bis Oktober 2020) wiederholt Kundendaten aus einem zugriffsgeschützten Datenarchiv abgeschöpft.
Das Fintech war auf den Vorfall erst aufmerksam geworden, nachdem mehrere Klienten, die Spam-Anrufe und Erpressernachrichten erhalten hatten, sich in einem Forum nach Hilfe erkundigt hatten. Nun sieht sich Scalable Capital mit den ersten Schadensersatzklagen konfrontiert.