Anfang Oktober 2026 griffen chinesischsprachige Hacker mehrere südkoreanische Banken an, darunter die Shinhan Bank, KB Kookmin Bank und Hana Bank.
Als Werkzeuge dienten die ARTEX AI Penetration-Testing-Suite sowie Claude-Agenten. Dabei wurden personenbezogene Daten und Kreditkarteninformationen von Kunden kompromittiert; in einigen Fällen kam es zu Systemausfällen. Die südkoreanische Regierung reagierte mit einem Notfalltreffen und forderte sofortige Sicherheitsmaßnahmen für kritische IT-Systeme.
Das Sicherheitsunternehmen CrowdStrike bestätigte den Einsatz von ARTEX AI, einem bis vor Kurzem als Open-Source verfügbaren, in China entwickelten, agentischen Penetration-Testing-Framework. Ermittler fanden auf offenen Verzeichnissen der Angreifer-Infrastruktur Claude-Code-Session-Protokolle, ARTEX-Konfigurationsdateien und Claude-Memory-Dateien. Als primäres Sprachmodell setzte der Angreifer DeepSeek v4.1-flash ein, ergänzt durch GLM-5.3 und Grok 4.6. Der API-Zugriff erfolgte vermutlich über den Proxy-Dienst xcai[.]pro. Da der Angreifer dieselben KI-Werkzeuge zum Erstellen eines Lebenslaufs nutzte, hinterließ er Identifikations-, Kontakt- und Telegram-Daten. Laut CrowdStrike könnte es sich um einen 26-jährigen Chinesen handeln, der an der South China University of Technology studierte und in Maoming, Guangdong, lebt. Die Angaben gelten jedoch als nicht hinreichend gesichert.
Den Protokollen zufolge hatte der Täter keinen konkreten Plan zur Monetarisierung der gestohlenen Daten. Nach Bekanntwerden der Angriffe stellte der ARTEX-Entwickler das Projekt auf Closed-Source um und stellte weitere Updates ein.