Mehr als 1.300 Strava-Nutzer haben Trainingsaktivitäten von US-Militärbasen im Nahen Osten öffentlich geteilt – darunter genaue Routen, Zeitpläne und Bewegungsmuster zwischen Stützpunkten. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass der Iran diese Daten nahezu sicher zur Aufklärung und Zielerfassung genutzt hat.
So konnte Sky News das Strava-Profil eines US-Navy-Auftragnehmers auf dem Marineflottenstützpunkt Manama (Bahrain) identifizieren, der kurz vor Kriegsbeginn am 28. Februar 2025 seine Routineläufe auf der Basis einstellte und danach im Innenhof des Crowne Plaza Hotels aufzeichnete – ein Hotel, das der Iran sechs Tage später bei Angriffen auf die Basis bombardierte und dabei zwei Mitarbeiter des Pentagons verletzte. Am jordanischen Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Al Salti wurden Monate zuvor Laufmuster erfasst; am 17. Juli griff der Iran gezielt die Kaserne an, die im Strava-Datenmuster besonders hervortrat. Drei Soldaten kamen ums Leben. Trotz einer Pentagon-Warnung aus dem Jahr 2018 wurden die Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbots der Standortfreigabe offenbar nur unzureichend umgesetzt.