Eine Datenbank des chinesischen Elektronik-Herstellers Xinai Electronics mit ca. 800 Millionen Datensätzen stand bis Mitte August 2022 ungeschützt im Netz. Die Daten enthalten Aufnahmen von Gesichtern sowie Fahrzeug-Kennzeichen und stammen aus einem landesweiten Netz von Überwachungskameras des Unternehmens. Die Aufnahmen der Personen sollen für Zugangskontrollen, Anwesenheitsüberwachung und Gehaltsabrechnungszwecke verwendet werden. Die Aufzeichnungen der KFZ-Kennzeichen sind u.a. für Parkhausbetreiber bestimmt, welche Parkgebühren ohne Personalaufwand vor Ort erheben wollen.
Die Aussage des Unternehmens auf seiner Website, dass die Daten sicher gespeichert seien, erwies sich als leere Behauptung. Die Datenbank wurde von Sicherheitsforschern und Hackern ungeschützt auf einem von Alibaba in China gehosteten Server gefunden. Weder die Datenbank noch die Bilddateien waren Passwort-geschützt. Zu den Bilddaten waren noch u.a. Angaben zu Namen und der Einwohner-ID gespeichert.
Nach Pressemeldungen hatte auch ein Hacker Zugriff auf die Daten und versuchte, Xinai zu erpressen.
Mitte August verschwand die Datenbank aus dem Netz.
Seit dem 1. November 2021 gilt in China eigentlich ein Datenschutzgesetz, welches u.a. vorsieht, dass Unternehmen vor Erhebung von Daten die Einwilligung von Nutzern und betroffenen Personen einholen müssen.