Vergangenes Wochenende hatte die CDU ihren Bundesparteitag abgehalten, bei dem u.a. mit Armin Laschet der neue Bundesvorsitzende der Partei gewählt wurde. Aufgrund der COVID-19-Pandemie hatte der Parteitag dieses Mal in digitaler Form ohne Vor-Ort-Präsenz der Delegierten stattgefunden. Wie CDU-Bundesgeschäftsführer Paul Ziemiak nun bekannt gab, hatte es Cyber-Angriffe auf die Veranstaltung gegeben, die jedoch abgewehrt werden konnten, ohne die Wahl des Vorsitzenden zu kompromittieren.
Konkret hatten die Angreifer mittels DDoS-Angriffen insbesondere auf die Domain www.cdu.de versucht, die Infrastruktur der Veranstaltung zu überlasten. Der Angriff erzielte allerdings nicht die von den Angreifern beabsichtigte Wirkung, da die Zugänge der Delegierten präventiv getrennt vom Parteinetzwerk betrieben wurden. Auch schafften die Angreifer es nicht, sich einen Zugriff das Wahlsystem zu verschaffen. Einzig beim Stream der Veranstaltung auf der Partei-Website war es als Folge des Angriffs zu Störungen gekommen. Größere Auswirkung hatte diese Störung allerdings nicht, da die Übertragung parallel auf verschiedenen etablierten Videoplattformen und Fernsehsendern gestreamt wurde.
Die meisten der Angriffe sollen aus dem Ausland verübt worden sein. Entsprechende Server konnten in Osteuropa und Afrika lokalisiert werden.