Websites von rumänischen Regierungsstellen, eines Infrastruktur-Betreibers und einer Bank wurden am 28. April 2022 das Ziel eines Distributed Denial of Services- (DDoS-)Angriffs, der zum zeitweiligen Ausfall der Internetpräsenzen führte. Betroffen waren die Seiten der rumänischen Regierung, des Verteidigungsministeriums, der Grenzpolizei, der nationalen Eisenbahngesellschaft (National Railway Transport Company) und einer rumänischen Geschäftsbank.
Nach ersten Erkenntnissen des nationalen Teams für Cybersicherheit (DNSC) und von Regierungsstellen ging der Angriff von kompromittierten Netzwerkgeräten außerhalb des Landes aus. Die Attacke war nicht sehr intensiv, führte aber dennoch zum Ausfall der Seiten. Das DNSC kündigte an, die IP-Adressen der Geräte, welche für den DDoS-Angriff eingesetzt wurden, zu veröffentlichen. Darüber hinaus gab das DNSC Richtlinien zur Abschwächung von DDoS-Attacken heraus.
Eine Gruppe pro-russischer Hacktivisten namens Killnet übernahm die Verantwortung für den Cyberangriff. Die Attacke erfolgte kurz nach der Erklärung des rumänischen Senatspräsidenten, der Ukraine maximale Hilfe zu leisten. Die Killnet-Gruppe hatte aus ähnlichen Motiven bereits DDoS-Angriffe auf Ziele in den USA, Tschechien, Estland, Deutschland und Polen gestartet und gefordert, die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine zu stoppen.