Die Websites des Bundestags, des Bundesverteidigungsministeriums, der Bundespolizei und mehrerer Landespolizeibehörden wurden in letzter Zeit das Ziel von Hackerangriffen und mussten vorübergehend abgeschaltet werden. Auch die SPD-Website des Bundeskanzlers soll betroffen gewesen sein.
Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" gibt es auf Telegram eine Botschaft der pro-russischen Hacktivistengruppe Killnet, in der sie die Verantwortung für die Aktionen übernimmt und sie mit der deutschen Unterstützung für die Ukraine begründet. "Der Spiegel" beruft sich dabei auf eine offizielle Untersuchung der Vorfälle durch deutsche Behörden.
Nachtrag vom 02.04.2023:
Am 30. April 2023 wurden bei fünf Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren aus dem Landkreis München, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt. Sichergestellt wurden Mobiltelefone, Laptops, Tablets, Speichermedien, handschriftliche Aufzeichnungen sowie Vermögenswerte, berichtet das Landeskriminalamt Hessen. Den Verdächtigen wird zur Last gelegt, seit Mitte 2021 mit Hilfe von Servern in Deutschland, Finnland und den Niederlanden den DDoS-Dienste "FlyingHost" betrieben zu haben. Dieser Dienst wurde von noch bislang unbekannten Tätern für die DDoS-Angriffe auf die Webpräsenzen von Behörden und Unternehmen in Anspruch genommen.