Die IT-Systeme des US-amerikanischen Landwirtschaftsmachinen-Konzerns AGCO wurden infolge eines Ransomware-Angriffs am 05. Mai 2022 heruntergefahren und fielen infolge der Wiederherstellungsarbeiten tagelang aus. Der Konzern, zu dem u.a. auch die Weltmarken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger gehören, musste weite Teile seiner Produktions- und Lieferketten für mehrere Tage stillegen. So wurde u.a. auch die Fendt-Produktion im Allgäu gestoppt.
Das Unternehmen konnte noch keine Aussage dazu machen, wann der Regelbetrieb konzernweit wieder aufgenommen werden kann. Lieferverzögerungen bis hin zum Kunden sind wahrscheinlich.
Die Attacke folgte kurz nachdem das FBI ausdrücklich vor Hackerangriffen gegen Unternehmen des Agrarsektors gewarnt hatte. Auch wird ein Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg nicht ausgeschlossen, da AGCO Geld- und Saatgutspenden an ukrainische Bauern angekündigt hat und damit möglicherweise ins Visier russischer Hacktivisten geraten ist.
Unabhängig von den Untersuchungen im Mutterkonzern in den USA ermittelt Fendt in Deutschland zusammen mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatswanwaltschaft in Bamberg sowie der Kriminalpolizei Kempten.