Hacker verschafften sich am 27. Januar 2024 Zugriff zu den IT-Systemen des Klinikverbunds und verschlüsselten Daten. Es wird davon ausgegangen, dass auch personenbezogene und unternehmensinterne Daten exfiltriert wurden.
Daraufhin nahm der Verbund aus Sicherheitsgründen alle Systeme offline und meldete sich von der Notfallversorgung ab. Die Kliniken und Heime können die Patientenversorgung dennoch gewährleisten, jedoch kommt es zu Einschränkungen, da Prozesse, die digital ablaufen, angepasst werden müssen. Die Gesundheitseinrichtungen sind derzeit nur telefonisch erreichbar.
Nachtrag vom 6. Februar 2024:
Wie die Kliniken nun bestätigt haben, handelte es sich bei dem Angriff um eine Ransomware-Attacke. Während die Kliniken immer noch auf analogen Notfallbetrieb umgestellt sind und sowohl das System der Terminvergaben als auch das elektronische Bewerberportal und die Warteliste für neue Patienten nicht funktionieren, sind die Kliniken telefonisch wieder erreichbar. In einer Patienteninformation teilen die Bezirkskliniken mit, dass bei dem Angriff auch Diagnosen und Behandlungsverläufe von Patienten entwendet wurden.
Ein Kontaktversuch von den Tätern wurde nicht erwidert. Nach Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden und mit dem Verwaltungsrat werden keine Verhandlungen mit der Ransomware-Gang geführt.