Am 28. Oktober 2023 wurde die British Library Ziel eines Cyberangriffs. In einer Mitteilung schreibt die Bibliothek, dass ein "Sicherheitsvorfall" dafür sorgt, dass die Webseite, das öffentliche WLAN in den Einrichtungen der British Library und sämtliche andere Online-Services nicht verfügbar sind.
Obwohl digitale Dienste schwer getroffen sind, teilte die Einrichtung mit, dass sämtliche Gebäude für den öffentlichen Betrieb geöffnet seien.
Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels, dem 2. November 2023, ist die Webseite der British Library weiterhin nicht erreichbar.
Nachtrag vom 21.11.2023:
Die British Library hat seit dem Ransomware-Angriff mit wochenlangen Störungen der IT-Systeme zu kämpfen. Auch interne Daten aus Personalakten wurden geleakt.
Nun bekannte sich die Hackergruppe Rhysida im Darkweb zu dem Angriff. Gestohlene Daten werden ab 20 Bitcoin versteigert. Die Hacker beginnen außerdem mit der Veröffentlichung der exfiltrierten Daten, darunter Kopien von Pässen und Führerscheinen.
Nachtrag vom 25.06.2024:
Wie kürzlich bekannt wurde, nutzten die Hacker kompromittierte Zugangsdaten und fehlende Multifaktor-Authentifizierung, um in die Systeme der British Library einzudringen. Dabei stahlen die Angreifer 600 GB an sensiblen Daten, darunter vertrauliche Finanz-, Technik- und Personalunterlagen. Die British Library hatte mit Wiederherstellungskosten in Höhe von 7 Millionen Pfund zu kämpfen, während der digitale Bibliothekskatalog für mehrere Monate nicht mehr zur Verfügung stand.
Nachtrag vom 03.11.2025:
Berichten von Mitarbeitenden zufolge verursacht die nunmehr zwei Jahre vergangene Attacke weiterhin Probleme. Teils mussten Angestellte sogar umziehen, da sie nach dem Leak ihrer Personendaten um ihre Sicherheit fürchteten.