Am Abend des 19. Juni 2024 wurde CDK Global Opfer einer Cyberattacke, die es dazu zwang, seine Systeme vorübergehend abzuschalten. Nach eigenen Angaben ist dies vor allem eine Vorsichtsmaßnahme, während das Ausmaß des Angriffs untersucht wird.
Das Unternehmen produziert Software für Autoverkäufer in den gesamten Vereinigten Staaten, deren Verkaufsprozesse als Folge der Abschaltung massiv gestört und teils komplett unterbrochen sind. Betroffen sind ca. 15.000 Betriebe.
Nachtrag vom 21.06.2024:
Aktuellen Erkenntnissen zufolge soll der Ausfall noch mehrere Tage andauern. CDK hat außerdem vor Betrügern gewarnt, die ihre Kunden telefonisch kontaktieren und sich dort als Support-Mitarbeitende ausgeben sollen.
Nachtrag vom 23.06.2024:
Neue Erkenntnisse legen nahe, dass die BlackSuit-Ransomware-Gang den Cyberangriff auf den US-Softwareanbieter CDK Global am 14. Juni verübte, der die IT-Systeme des Unternehmens und die Plattform für Autohändler lahmlegte. Das IT-Nachrichtenportal BleepingComputer berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, dass CDK Global derzeit mit den Hackern verhandelt, um ein Lösegeld für die Entschlüsselung der gestohlenen Daten zu zahlen.
Nachtrag vom 02.07.2024:
Am 28. Juni gab CDK in einer automatisierten Sprachnachricht an seine Kunden bekannt, dass es noch bis in den Juli dauern würde, die Systeme für alle ihre Kunden wieder in Betrieb zu nehmen. Als Zieldatum nannten sie den 4. Juli 2024.
Nachtrag vom 15.07.2024:
CNN zufolge hat CDK Global ein 25 Mio. USD-Lösegeld in Kryptowährung (387 BTC) gezahlt, um seine Systeme wieder in Betrieb nehmen zu können.
Nachtrag vom 30.09.2024:
Der Angriff hat einer aktualisierten Meldung zufolge am 14. Juni 2024 stattgefunden, und es wurden Daten von 36 Personen kompromittiert.