Coca‑Cola setzte die US‑Produktion der Fairlife‑Milchmarke aus, nachdem der Konzern am 16. Juli 2026 einen Ransomware‑Angriff bestätigt hatte. Die Meldung erfolgte in einer Pflichtmitteilung an die US‑Börsenaufsicht; der Angriffsbeginn blieb zunächst offen. Betroffen waren laut Unternehmen ausschließlich die US‑Anlagen, während der Betrieb in Kanada weiterlief. Coca‑Cola erklärte, man prüfe den Vorfall, habe externe Fachleute hinzugezogen und Behörden informiert.
Fairlife steht für Milch, Proteinshakes und weitere Kühlprodukte. Der Konzern betonte, die Produktsicherheit sei nicht beeinträchtigt worden. Ob Daten abgeflossen sind, blieb unklar; Angaben zu Tätern oder einer Erpressergruppe machte Coca‑Cola nicht. Der Angriff stoppte damit nicht nur eine Produktion — er zeigte auch, wie empfindlich selbst ein Konzern dieser Größe auf einen digitalen Schlag reagieren muss und wie schnell aus einem Technikproblem ein Betriebsproblem wird.
Nachtrag vom 22.07.2026:
Die Anubis-Ransomware-Gruppierung beanspruchte den Angriff am 20. Juli für sich und drohte damit, ihre angebliche Beute zu veröffentlichen, sollte sich das Unternehmen nicht bis Ende derselben Woche melden. Die Gruppe will interne Nutanix-Systeme verschlüsselt und 1 TB Daten erbeutet haben.
Nachtrag vom 29.07.2026:
Coca-Cola bestätigte den Datendiebstahl, nachdem Anubis ihre Beute tatsächlich veröffentlichten.