Am 4. und 5. November 2023 wurde das Schweizer Softwareunternehmen von einem Ransomware-Angriff getroffen. Dabei wurden wohl eine große Menge an Daten gestohlen und sämtliche Server verschlüsselt. Es sollen auch "ältere, operative Daten der Bundesverwaltung" exfiltriert worden sein.
Denn mehrere Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung der Schweiz zählen zu den Kunden von Concevis, darunter das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das Bundesamt für Statistik und die Eidgenössische Steuerverwaltung. Weitere Kunden des Unternehmens waren die Polizei Basel-Landschaft, mehrere Kantonalbanken, Krankenkassen und das Kommando Ausbildung der Armee.
Die Systeme des Bundes sind durch den Angriff nicht betroffen; Daten der Kunden könnten jedoch im Darknet veröffentlicht werden, sollte Concevis nicht das geforderte Lösegeld zahlen.
Nachtrag vom 29. November 2023:
Laut Medienberichten sind im Darknet Ende November erste Fragmente von erbeuteten Daten aufgetaucht. Die Daten, die veröffentlicht wurden, umfassen angeblich Namen, Wohnsitzland, Pass- und Kontonummern von US-Kunden bei schweizer Banken, die aufgrund eines Abkommens mit den USA gespeichert werden. Um das Speichern umzusetzen fungiert Convecis als Dienstleister für die Eidgenössische Steuerverwaltung der Schweiz.