Nach einem Ransomware-Angriff am 31. Mai 2022 auf den Costa Rica Social Fund (CCCS), den öffentlichen Gesundheitsdienst von Costa Rica, sind sämtliche Computersysteme der staatlichen Einrichtung außer Betrieb. Nachdem alle Drucker der Behörde unkontrolliert zu drucken begonnen hatten, wurden die Mitarbeiter angewiesen, ihre Computer herunterzufahren und vom Netz zu trennen.
Verantwortlich für den Cyberangriff ist nach ersten Erkenntnissen die Ransomware-Bande Hive. In der Fachpresse wird eine Lösegeldforderung der Erpresser zitiert. Die IT-Fachleute des CCCS versuchen nun, die Systeme mit Hilfe von Backup-Daten wieder herzustellen. Wann das Netzwerk wieder arbeitsfähig sein wird, konnte zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung nicht gesagt werden. Nach Angaben der Behördenvertreter wurden keine Gesundheitsdaten der Bürger kompromittiert.
Die Regierungs- und Verwaltungsstellen von Costa Rica waren bereits Anfang des Monats das Ziel massiver Ransomware-Angriffe, für welche die Hackergruppe Conti verantwortlich zeichnete. Der Präsident des Landes erklärte daraufhin den nationalen Notstand. Das geforderte Lösegeld in Höhe von 10 Millionen USD wollte die Regierung nicht zahlen. Kenner der Szene gehen davon aus, dass eine starke Verbindung zwischen Conti und Hive besteht.