Der Flugzeugbauer Dassault Falcon Jet, ein US-amerikanisches Tochterunternehmen des französischen Dassault Aviation mit knapp 2.500 Mitarbeitern, hat am 6. Dezember 2020 eine Datenpanne in seinen Systemen festgestellt. Diese hatte vermutlich über einen Zeitraum von ca. sechs Monaten (06. Juni bis 07. Dezember 2020) bestanden und den Angreifern solange Zugriff auf die Systeme des Unternehmens ermöglicht.
Laut einer Stellungnahme des Unternehmens könnten die Angreifer, welche als die Betreiber der Ragnar Locker Ransomware identifiziert wurden, persönliche Daten seiner Mitarbeiter gestohlen haben. In diesem Zusammenhang sprach Dassault Falcon Jet vom Namen, der persönlichen und der unternehmenseigenen E-Mail-Adresse, der postalischen Adresse, der Mitarbeiter-ID-Nummer, der Führerscheinnummer, Passdaten, der Bankkontonummer, der Sozialversicherungsnummer, dem Geburtsdatum, dem Arbeitsort, Gehaltsinformationen und dem Anstellungsdatum. Auch die Namen, Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern und Zahlungsinformationen von Ehepartnern und Unterhaltsberechtigten der Mitarbeiter könnten betroffen sein.
Mittlerweile wurden die Systeme wiederhergestellt. Ob es sich bei dem Vorfall um einen Ransomware-Angriff gehandelt hatte, machte das Unternehmen nicht öffentlich. Die Angreifer sind jedoch für den Einsatz der Ransomware Ragnar Locker bekannt, mit der in jüngerer Vergangenheit eine zunehmende Zahl von Unternehmen infiziert wurden.