Am 1. November 2024 erlitt die walisische Organisation Data Cymru einen Ransomwareangriff. Angreifer verschlüsselten 182,7 GB Daten und entwendeten 42 GB. Betroffen waren personenbezogene Daten von 3.300 Personen, überwiegend Kindern, aus zwei Projekten zur Unterstützung von Kindern und Familien.
Der Angriff nutzte das Testkonto 'Test2', das der IT-Dienstleister Ogi Networks im Januar 2012 angelegt hatte. Es war über zwölf Jahre mit dem Passwort 'Password1' geschützt, das als sehr schwach gilt. Zudem behielten lokale Administratorkonten auf drei Systemen über zwölf Jahre dasselbe Passwort. Beide Organisationen hatten keine wirksamen Verfahren, um alte Konten zu erkennen und zu löschen. Zwischen ihnen bestand zudem kein datenschutzkonformer Vertrag über die Unterauftragsverarbeitung.
Die britische Datenschutzbehörde ICO sprach im Oktober 2026 Verwarnungen gegen beide Organisationen aus, wegen Verstößen gegen Artikel 28(4) und 32 der UK GDPR. Beide führten inzwischen regelmäßige Kontenprüfungen und Multi-Faktor-Authentifizierung ein. Am 30. April 2025 schlossen sie einen rechtskonformen Vertrag.