Eine Ransomware-Attacke auf die Konzernmutter AGCO in den USA läßt beim Tochterunternehmen Fendt in Deutschland die Produktion stillstehen. Wie bereits berichtet fand am 05. Mai 2022 ein Cyber-Angriff auf AGCO in den USA statt.
Durch die starke Vernetzung schlug diese Attacke durch bis auf die Tochtergesellschaften wie die Fendt GmbH. Seit dem Angriff stehen Produktion und Montage und weite Teile der Verwaltung still. Die Kommunikation ist nur noch per Mobiltelefon möglich, der Zugriff aus dem Homeoffice auf die Firmenserver funktioniert nicht.
Zusammen mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, einer bayernweit zuständigen Stelle zur Ermittlung in herausragenden Fällen von Cyberkriminalität, sowie der Kriminalpolizei Kempten untersucht Fendt den Vorfall.
Wie lange die Ausfälle noch anhalten werden, kann zur Zeit nicht eingeschätzt werden.
Nachtrag vom 17. Mai 2022:
Die Produktion konnte bei Fendt und den meisten anderen Werken der AGCO-Gruppe am 16. Mai 2022 wieder aufgenommen werden. Das Unternehmen hofft, den Produktionsausfall bis zum Ende des Jahres wieder aufholen zu können.
Welche Konsequenzen sich aus dem Diebstahl von Daten im Zuge des Cyberangriffs ergeben, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Untersuchung, welche Daten betroffen sind und ob ggf. auch Datenschutzverletzungen vorliegen, dauert noch an.