Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, welches mit global über 800.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 172 Milliarden USD im Jahr 2019 als der weltweit größte Hersteller von Elektronikgeräten gilt, ist am 29. November 2020 an seinem mexikanischen Standort in Ciudad Juárez Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Dabei gelang es den Angreifern, Daten zu stehlen und anschließend zu verschlüsseln. Zum Einsatz kam die Ransomware DoppelPaymer.
Als Folge des Angriffs war u.a. die Website des Standorts nicht zu erreichen. Der Angriff wiegt schwer für das Unternehmen, weil von Ciudad Juárez aus die Montage und Auslieferung von Elektronikgeräten in alle Regionen des amerikanischen Kontinents erfolgt.
Die Angreifer forderten die Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 1804.0955 BTC, was zum Zeitpunkt des Angriffs in etwa 34.686.000 USD entsprach, und behaupteten, 1.200 Server verschlüsselt, 100GB an Daten gestohlen und 20-30TB an Backup-Daten gelöscht zu haben. Gegenwärtig wird der Vorfall seitens Foxconn untersucht und die Systeme stückweise wiederhergestellt. Es ist nicht bekannt, ob auf die Lösegeldforderung reagiert wurde.