Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle wurde Mitte April 2022 von einem Ransomware-Angriff getroffen. Sofort nach der Entdeckung der Attacke wurden alle IT-Systeme vorsorglich vom Netz getrennt und heruntergefahren. Das Landeskriminalamt (LKA) wurde umgehend eingeschaltet und untersucht nun zusammen mit dem betroffenen Fraunhofer-Institut den Vorfall.
Nach ersten Einschätzungen betraf die Attacke nur das IMWS. Die Beamten des LKA bescheinigten dem Institut eine schnelle Reaktion zur maximalen Schadensbegrenzung. Im Rahmen des Angriffs stellten die Hacker eine Lösegeldforderung an das IMWS, welches aber jegliche Zahlung ablehnte.
Laut LKA wurden 320 GB an Daten aus dem Raubzug für einen Preis von 2,2 Mio. USD in Kryptowährung bereits im Darknet angeboten. Ein Sprecher des LKA gab in diesem Zusammenhang an, dass mittlerweile jedes dritte Unternehmen in Sachsen-Anhalt von Cyberkriminialität betroffen sei.