Ransomware-Angriff: Health Service Executive, irisches Gesundheitsministerium Schwere Störungen in irischem Gesundheitssystem nach Ransomware-Angriff mit Conti.
Schließen
incidentID
Datum
Betroffene
Land
Sicherheitsvorfall
href
Land
Tags
Ransomware-Angriff: Health Service Executive, irisches Gesundheitsministerium
Health Service Executive, irisches Gesundheitsministerium
Datum (Veröffent.)
22.05.2022
Land
Irland
Vorfall
Die irische Gesundheitsbehörde Health Service Executive (HSE) ist am 14. Mai 2021 Opfer eines schweren Angriffs mit der Conti-Ransomware geworden. Um eine Ausweitung der Malware-Infektion zu unterbinden, hatte die HSE als Reaktion auf den Angriff sämtliche IT-Systeme abgeschaltet. Daraufhin kam es zu weiträumigen Ausfällen im irischen Gesundheitswesen.
Als Verantwortliche für den Angriff konnte die russische Hacker-Gruppe Wizard Spider identifiziert werden. Diese behauptet, bei dem Angriff 700GB an Daten gestohlen zu haben. Dazu sollen mitunter auch Patienten- und Beschäftigteninformationen, Verträge und finanzielle Dokumente zählen. Eine Lösegeldforderung der Angreifer in Höhe von 19.999.000 USD lehnte die HSE ab.
Etwa eine Woche nach dem Angriff stellten die Angreifer der HSE die Entschlüsselungsschlüssel ohne Gegenleistung zur Verfügung. Dabei wiederholten sie allerdings ihre Drohung, die abgeschöpften Daten weiterzuverkaufen oder zu veröffentlichen, sollte ihrer Lösegeldforderung nicht entsprochen werden.
Ein anderes Angriffsziel von Wizard Spider stellte das irische Gesundheitsministerium dar. Diesem war es allerdings gelungen, die Ransomware einzudämmen, bevor es zur Verschlüsselung seines IT-Netzwerks kommen konnte. Entsprechend verblieben die Folgen des Angriffs bei einer präventiven Abschaltung der Computer-Systeme.