HWL Ebsworth, eine australische Wirtschaftskanzlei, wurde Ende April 2023 auf einen mutmaßlichen Ransomware-Angriff durch die Ransomware-Gang ALPHV/BlackCat aufmerksam. Die Täter behaupten, 4 TB an Daten über Kunden und Mitarbeiter aus der Kanzlei entwendet zu haben. Unter den Daten befinden sich Lebensläufe und Ausweise von Mitarbeitern, Finanzberichte, Buchhaltungsdaten, Kundendokumente, Kreditkarteninformationen und ein vollständiger Netzplan zur IT-Infrastruktur des Unternehmens.
Die australische Anwaltskanzlei arbeitet mit externen Experten zusammen, um die Stichhaltigkeit der Behauptungen zu prüfen und die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten. Die Kanzlei hat das australische Zentrum für Cybersicherheit benachrichtigt.
Das ursprünglich am 28. April 2023 erschienene Posting auf dem ALPHV-Blog war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nicht mehr aufzufinden. Möglicherweise ist HWL Ebsworth auf die Lösegeldforderung eingegangen.
Nachtrag vom 19. Januar 2024:
Wie die Labor-Partei im Januar 2024 bekanntgab, wurden bei dem Angriff sensible Informationen von 62 Regierungsorganisationen Australiens gestohlen. Der genaue Umfang der gestohlenen Daten werde laut der Labor-Partei zeilweise immer noch untersucht.