Der in Kolumbien ansässige IT-Dienstleister IFX Networks, welcher Dienste für hunderte Unternehmen sowie zahlreiche Regierungsbehörden bereitstellt, fiel am 12. September 2023 einer Ransomware-Attacke zum Opfer. Dies führte zu erheblichen betrieblichen Ausfällen bei seinen Kunden und zur temporären Aussetzung wichtiger Verwaltungsprozesse.
Das Justizministerium sah sich beispielsweise gezwungen, zwischen dem 14. und 20. September zahlreiche Gerichtsverhandlungen, die Ausstellung von Zertifikaten und Akkreditierungen, die Vergabe befristeter Führerscheine und die Vollstreckung von Strafen zu pausieren.
Nach Angaben des Ministerio de Tecnologías de la Información y las Comunicaciones de la República de Colombia sind infolge des Vorfalls etwa 20 öffentliche Einrichtungen und 760 Unternehmen betroffen.
Obwohl bisher keine Ransomwaregruppe die Verantwortung für den Vorfall übernommen hat, wird anhand des Informationsschreibens vermutet, dass die RansomHouse-Gruppe hinter dem Angriff steckt.