Der US-amerikanische Hersteller von Leiterplattenbestückungen Keytronic wurde am 6. Mai 2024 Opfer eines Ransomware-Angriffs, der von der Gruppe Black Basta durchgeführt wurde. Die Täter erlangten Zugriff auf das Netzwerk des Unternehmens und stahlen 530 GB an sensiblen Daten, darunter personenbezogene Informationen von Mitarbeitern wie Pässe und Sozialversicherungsnummern sowie Kundendaten.
Um einer Veröffentlichung der gestohlenen Informationen vorzubeugen, forderten die Kriminellen ein Lösegeld. Als Reaktion darauf setzte Keytronic den Betrieb in den USA und Mexiko für zwei Wochen aus, um den Angriff zu untersuchen und die Systeme zu säubern.
Der genaue Schaden, der durch den Cyberangriff entstanden ist, bleibt noch unklar. Neben den Kosten für die Wiederherstellung der Systeme und die Lösegeldforderung muss Keytronic auch mit den potenziellen Auswirkungen des Datendiebstahls rechnen.
Nachtrag vom 18.06.2024:
Keytronic hat nun bestätigt, dass personenbezogene Daten abgeflossen sind. Der Angriff habe außerdem Störungen und Ausfälle in den Firmensystemen verursacht, die mittlerweile behoben sind.
Nachtrag vom 06.08.2024:
Im Nachgang der Attacke gab Keytronic Anfang August 2024 bekannt, dass diese für das Unternehmen Verluste von über 17 Mio. USD bedeutete.