Der US-amerikanische Zweig des Autoherstellers Kia Motors (Kia Motors America), der USA-weit knapp 800 Filialen unterhält, wurde Ziel eines Ransomware-Angriffs der Hacker-Gruppe DoppelPaymer. Durch den Angriff war es zu einem landesweiten Ausfall der IT-Systeme des Unternehmens gekommen mit Auswirkungen auf die Smartphone-App, die Telefonservices, die Bezahlsysteme, das Eigentümerportal und verschiedene interne Websites.
Die Hacker fordern die Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 404 Bitcoins (ca. 20 Mio. USD) und geben an, eine große Menge an Daten gestohlen zu haben. Diese drohen sie innerhalb von zwei bis drei Wochen zu veröffentlichen, sollte das Unternehmen bis dahin keine Verhandlungen mit ihnen aufnehmen. Auch soll sich ihre Lösegeldforderung auf 600 Bitcoins (ca. 30 Mio. USD) erhöhen, sollte das Lösegeld nicht innerhalb einer neuntätigen Frist gezahlt werden. Zur Art der mutmaßlich abgeschöpften Daten machten die Angreifer keine genaueren Angaben.
Adressiert war das Bekennerschreiben dabei nicht an Kia, sondern an Hyundai Motor America, Kias Mutterunternehmen, das als eigentliches Ziel des Angriffs genannt wird. Tatsächlich war es bei Hyundai ebenfalls zu einigen Systemausfällen gekommen. Beide Unternehmen veröffentlichten jedoch Stellungnahmen, denen entsprechend es keine Hinweise für einen Ransomware-Angriff auf Hyundai gebe.