Auf Kiesel, eine mittelständische Unternehmensgruppe mit Sitz im süddeutschen Baienfurt, ist am 12. Juni 2020 ein Ransomware-Angriff verübt worden. Obwohl das gesamte IT-System offline genommen wurde, um eine Ausbreitung der Malware zu verhindern, waren große Teile des Netzwerks infiziert worden.
Der Hacker hatte damals ein Lösegeld in einstelliger Millionenhöhe gefordert, das innerhalb von 24 Stunden in Bitcoins an ihn gezahlt werden sollte. Kiesel lehnte es jedoch kategorisch ab, Forderungen des Angreifers nachzukommen, u.a. weil es darin keine Garantie sah, die benötigten Entschlüsselungsschlüssel nach einer Zahlung auch tatsächlich zu erhalten.