Im Februar 2024 griffen unbekannte Täter die IT-Systeme der Kreisel GmbH & Co. KG aus Krauschwitz mit Ransomware an. Sie verschlüsselten die Systeme und forderten per Fax Lösegeld. Dank moderner Sicherheitstechnik und einer gut organisierten IT-Abteilung reagierte das Unternehmen schnell. Es trennte alle Systeme sofort vom Netz, erstattete Strafanzeige und stellte die IT-Infrastruktur aus Sicherungskopien wieder her. Personenbezogene Kundendaten blieben unversehrt. Trotzdem führte der Angriff zu fast zehn Tagen Produktionsausfall.
Die wirtschaftlichen Folgen des Angriffs trafen Kreisel in einer schwierigen Phase. Steigende Energiekosten, Lieferengpässe und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie belasteten das Unternehmen zusätzlich. Am 31. Januar 2025 meldete das 112-jährige Traditionsunternehmen mit 140 Mitarbeitern Insolvenz in Eigenverwaltung an.