| incidentID | Datum | Betroffene | Land | Sicherheitsvorfall | href | Land | Tags |
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Der australische private Krankenversicherer Medibank Private gab bekannt, am 12. Oktober 2022 von unbekannten Hackern angegriffen worden zu sein. Das Unternehmen musste infolge dessen Kunden-orienierte Systeme abschalten.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Nachricht war nicht bekannt, ob Kundendaten kompromittiert worden sind und wann die Systeme wieder zur Verfügung stehen werden.
Für den Zeitraum der Untersuchung des Vorfalls hat Medibank einen Handelsstopp für die Papiere des Unternehmen an der australischen Börse beantragt.
Update vom 17.10.2022:
Medibank teilte mit, dass bei dem Cyber-Angriff Ransomware zum Einsatz kam. Dem Versicherer zufolge seien jedoch keine Systeme verschlüsselt worden. Auch gebe es keine Hinweise darauf, dass Kundendaten abgeschöpft wurden.
Nachtrag vom 19.10.2022:
Die Cyberkriminellen wollen 1000 prominente betroffene Personen kontaktieren und mit sensiblen Gesundheitsdaten konfrontieren, sofern von Medibank kein Lösegeld bezahlt wird.
Nachtrag vom 20.10.2022:
Medibank gab zu, dass bei dem Ransomware-Angriff Kundendaten gestohlen worden sind und hat mit der Benachrichtigung der betroffenen Personen begonnen.
Nachtrag vom 26.10.2022:
Medibank hat bestätigt, dass die Hacker auf alle persönlichen Daten seiner Kunden und weite Teile der Krankenversicherungsdaten zugegriffen haben. Der Umfang der Datenpanne ist somit weitaus größer als ursprünglich von dem Unternehmen angegeben. Der Krankenversicherer rechnet mit Kosten in Höhe von 25 - 35 Millionen USD im Zusammenhang mit dem Vorfall.
Nachtrag vom 07.11.2022:
Der australische Krankenversicherer Medibank wird nach Pressemeldungen vom 7. November 2022 kein Lösegeld an die Erpresser bezahlen, welche damit drohen. die gestohlenen Daten am 8. November 2022 offenzulegen. Betroffen von dem Datendiebstahl sind nach letzten Erkenntnissen fast zehn Millionen Kunden des Unternehmens.
Nachtrag vom 08.11.2022:
Nachdem Medibank die Forderung der Erpresser zurückgewiesen hat, drohen diese nun mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten nach Ablauf einer Frist von 24 Stunden am 8. November 2022.
Nachtrag vom 10.11.2022:
Medibank warnt seine Kunden, dass die Täter damit begonnen haben, ihre gestohlenen Daten zu veröffentlichen. Unbestätigten Pressemitteilungen zufolge könnte eine Sammelklage der Betroffenen die Krankenversicherung einen hohen dreistelligen Millionenbetrag an Schadensersatzleistungen kosten.
Nachtrag vom 11.11.2022:
Am 10. November 2022 haben die Kriminellen 330 Patientenakten mit Abrechnungscodes zu Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlicht. Die australische Polizei hat die Vermutung geäußert, dass die Täter Mitglieder der russischen Hackerbande REvil sind.
Nachtrag vom 05.12.2022:
Sechs weitere ZIP-Dateien mit Patientendaten wurden von den Hackern im Darkweb veröffentlicht. Den Angreifern zufolge handelte es sich dabei um sämtliche von ihnen abgeschöpfte Daten.
Nachtrag vom 14.03.2024:
Ein russischer Staatsangehöriger, dem vorgeworfen wird, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein, wurde im Januar 2024 von den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien sanktioniert.
Nachtrag vom 05.06.2024:
Die australische Datenschutzbehörde geht nun gegen Medibank vor. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, lax in seinen Sicherheitsmaßnahmen gewesen zu sein und so ermöglicht zu haben, dass Daten von 9,7 Millionen Kunden gestohlen wurden.
Nachtrag vom 19.06.2024:
Wie die Untersuchung der Datenschutzbehörde ergab, lag der erfolgreichen Attacke die Unachtsamkeit eines einzelnen Auftragsverarbeitenden zugrunde. Dieser hatte die Login-Daten für seinen Arbeits-Account im Browser seines Arbeits-Computers gespeichert, auf dem er jedoch mit seinem privaten Browserprofil angemeldet war. So wurden die Zugangsdaten auf seinen privaten PC synchronisiert, welcher später mit einem Virus infiziert war, der es Kriminellen erlaubte, sie am 7. August 2022 zu stehlen.
Nachtrag vom 27.02.2025:
Spätfolgen des Angriffs umfassen im Februar 2025 neu verabschiedete Sanktionen gegen einige ZServer-Besitzer.