| incidentID | Datum | Betroffene | Land | Sicherheitsvorfall | href | Land | Tags |
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Am 10. September 2023 veröffentlichte die Hotel- und Kasinokette MGM Resorts in einer Mitteilung, dass Reservierungen für Hotels momentan aufgrund eines Cybersicherheitsvorfalls nicht online vorgenommen werden können. Kunden sollen sich stattdessen an provisorisch eingerichtete Telefonnummern richten.
Online-Reservierungen sind nicht möglich, da die Webseite des Unternehmens nicht erreichbar ist. Auf Twitter gibt es zudem Erfahrungsberichte und Fotos, die zeigen sollen, wie Slotmaschinen und Zugangskarten für Hotelzimmer nicht funktionieren. Neben der Webseite ist zudem die App der Hotelkette offline, die Stammkunden Rabatte gewährt.
MGM Resorts hat umgehend eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.
Bereits im Februar 2020 wurde MGM Resorts Opfer von Hackern. Dabei wurden Daten von 10,7 Millionen Hotelgästen im Dark Web verkauft.
Nachtrag vom 14.09.2023:
Ein Administrator der Erpressergruppe ALPHV BlackCat bestätigte gegenüber Bleeping Computer, dass ein Ableger der Gruppe hinter dem Angriff steht. Auf der Darkweb-Seite der Gruppe ist zu lesen, dass MGM nach dem Angriff am 8. September 2023 sämtliche Computer heruntergefahren hat, bevor Ransomware aufgebracht werden konnte. Die Täter konnten nach eigenen Angaben globale Admnistratorenrechte über die Okta-Instanz von MGM sowie dessen Azure-Tenant erlangen. Am 11. September verschlüsselten die Angreifer mehr als 100 VMware ESXi-Hypervisor. Vor der Verschlüsselung gelang es ihnen, Daten von MGM zu exfiltrieren.
Der Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym vx-underground berichtet, dass den Tätern der Angriff mittels Social Engineering gelang. Mt Hilfe der über LinkedIn ausfindig gemachte Kontaktdaten eines MGM-Arbeiters konnten die Täter bei einem zehnminütigen Anruf beim Helpdesk von MGM genügend Informationen für den erfolgreichen Angriff erhalten.
Nachtrag vom 06.10.2023:
Der CEO von MGM Resorts informierte Kunden, die ein Resort des Konzerns vor dem März 2019 besucht haben darüber, dass es den Cyberkriminellen gelungen ist, ihre personenbezogenen Daten zu stehlen. Die Daten umfassen Namen, Kontaktinformationen, Geburtsdaten, Führerscheinnummern und bei einigen Betroffenen auch Pass- oder Sozialversicherungsnummern.
Laut einer öffentlichen Mitteilung (8-K Form) an die Stock Exchange Comission (SEC) gab das Unternehmen des Weiteren bekannt, einen Verlust in Höhe von ca. 100 Mio USD durch den Angriff erlitten zu haben. 10 Millionen USD davon wurden für die Bereinigung der IT-Systeme durch externe Sepzialisten verwendet. In einer Mitteilung vom 5. Oktober 2023 teilt MGM mit, dass folgende Daten von den Tätern kompromittiert wurden: Voller Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Postadresse, Geschlecht, Geburtsdatum, Führerschein, Sozialversicherungsnummer und Reisepassnummer.
Nachtrag vom 09.11.2023:
Betroffene wurden nun auch postalisch und persönlich über die Datenkompromittierung informiert.
Nachtrag vom 25.07.2024:
Ein Siebzehnjähriger aus Walsall, der mutmaßlich der Scattered Spider-Gruppe angehört, ist am 18. Juli 2024 in Verbindung mit dem Angriff festgenommen worden. Zusätzlich wurden mehrere Geräte beschlagnahmt, die als Beweise untersucht werden sollen.
Nachtrag vom 06.08.2024:
Die Hotelkette hat die Federal Trade Commission im April 2024 verklagt. MGM Resorts wollte erreichen, dass eine eine führende Position in der FTC innehabende Person sich aus der Untersuchung zurückzieht. Grund hierfür war die Einschätzung des Unternehmens, dass diese Person als ehemaliger Gast von MGM-Hotels voreingenommen sei.
Nachtrag vom 22.09.2025:
Ein Teenager, dessen Namen die Strafverfolgungsbehörden bislang nicht nennen wollten, lieferte sich selbst der Polizei aus. Er wird nun in sechs Punkten angeklagt.