Die Londoner Polizei hat nach umfangreichen Ermittlungen sieben Personen unter dem Verdacht festgenommen, Mitglieder der Hackergruppe Lapsus$ zu sein. Die Verdächtigen sind zwischen 16 und 21 Jahre alt. Der vermeintliche Kopf der Bande, ein 16-Jähriger aus Oxford, konnte durch Informationen ausfindig gemacht werden, welche konkurrierende Hackerbanden über ihn veröffentlicht hatten. Nach unbestätigten Aussagen soll der an Autismus leidende Teenager durch die Hackerangriffe ein Bitcoin-Vermögen in Höhe von ca. 13 Millionen USD angehäuft haben.
Weitere Spuren der Gang führen nach Brasilien. Die Cyberkriminellen haben in letzter Zeit mit Attacken gegen u.a. Microsoft, Okta, Nvidia, Samsung, Ubisoft und Mercado Aufsehen erregt.
Ob dieser Erfolg der britischen Behörden gleichzeitig das Ende der berüchtigten Hackerbande ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.
Nachtrag vom 30. März 2022:
Auch nach der Festnahme leakt Lapsus$ offensichtlich weiter. 70 GB an gestohlenen Daten aus Hacks gegen den den Luxemburgischen Softwareentwickler Globant wurden nun im Darknet offengelegt. Weitere Details folgen.