Die in Mailand ansässige Luxusmodemarke Moncler wurde in der letzten Woche des vergangenen Jahres das Opfer eines Ransomware-Angriffs. Das 1952 in Frankreich gegründete, seit 1992 Italienische Bekleidungsunternehmen beschäftigt weltweit ca. 4.400 Mitarbeiter.
Bei dem Angriff, der zum vorübergehenden Ausfall der IT-Systeme führte, wurden nach Angaben des Unternehmens Daten von derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern, Lieferanten, Beratern, Geschäftspartnern und Kunden abgegriffen. Kreditkarten-Informationen oder Angaben zu anderen Zahlungsmitteln waren nicht betroffen, weil diese nicht in den Systemen der Firma gespeichert werden. In der Folge kam es zu Verzögerungen im Warenversand.
Moncler informierte alle Stakeholder des Unternehmens und schaltete die italienische Datenschutzbehörde ein.
Verantwortlich für die raffiniert ausgeführte RaaS (Ransomware-as-a-Service)-Attacke ist nach derzeitigem Kenntnisstand die Gruppe AlphV Blackcat. Am 18. Januar 2022 veröffentlichten die Hacker Teile der Daten und verkündeten die Lösegeldforderung in Höhe von 3 Millionen USD, welche Moncler jedoch zurückwies.