Am 7. April 2023 meldete das Pacific Union College, dass es aufgrund eines aktuell stattfindenden "Cybersicherheits-Vorfalls" zu Ausfällen in und anderen Problemen mit den internen Netzwerks der Einrichtung komme. Das interne WLAN und die Telefonsysteme fielen vollständig aus. Seminare und Vorlesungen sollten wie gewohnt stattfinden, hatten jedoch nicht auf alle ihre Online-Werkzeuge Zugriff.
Am 3. Mai bestätigte das College, dass es sich bei dem Vorfall um einen Ransomware-Angriff gehandelt hatte. Es erklärte jedoch auch, dass die Wiederherstellungsarbeiten noch andauerten.
Am 9. Juni aktualisierte das Pacific Union College seine Meldung erneut. Man gehe davon aus, dass personenbezogene Daten kompromittiert wurden, wisse aber noch nicht genau, welche. Es gebe jedoch Fortschritte bei dem Wiederaufbau der Systeme. Das IT-Team des Colleges kämpfte allerdings weiterhin mit Programmierschwierigkeiten in einzelnen Bereichen.
Indes listete die Trigona-Ransomware-Gruppe die Einrichtung auf ihrer Leaksite als Opfer und behauptete, 120 GB an Daten erbeutet zu haben. Diese Informationen, die vertrauliche Daten und NDAs, aber auch personenbezogene Daten von Mitarbeitenden und Studierenden umfassen sollten, wollte die Gang für 200.000 USD verkaufen. Sie erklärte zudem, den Angriff nach ein- bis zweiwöchigem Aufenthalt in den internen Netzwerken am 27. März durchgeführt zu haben.
In einer Meldung vom 9. Oktober 2023 erklärte das Pacific Union College, dass die Attacke im Zeitraum vom 5. bis 19. März vonstattenging und gab an, dass Daten von 56.041 Personen gestohlen wurden.