Am 24. August 2024 wurde der Seattle-Tacoma International Airport (Sea-Tac) Opfer einer Cyberattacke, die mehrere Systeme und Internetauftritte des Flughafens tagelang ausfallen ließ. Betroffen waren nicht nur Telefon- und E-Mail-Systeme, sondern auch das Internet und den Netzauftritt des Port of Seattle. Auch die Gepäcksortierung des Hafens von Seattle hatte mit Störungen zu kämpfen. Fluggesellschaften rieten ihren Kunden, möglichst keine Gepäckstücke aufzugeben, um Verluste zu vermeiden.
Auch am 26. August waren die Systeme noch nicht wiederhergestellt.
Nachtrag vom 28.08.2024:
Am 27. August wies der Port of Seattle Reisende an, im Vorhinein online einzuchecken Bordkarten nach Möglichkeit selbst auszudrucken oder digital bereitzuhalten. Auch mit Verzögerungen beim Boarding soll gerechnet werden.
Update vom 16.09.2024:
Der Port of Seattle hat nun bestätigt, dass es sich um eine Ransomware-Attacke der Gruppe Rhysida handelte. In dem Angriff wurden Teile der internen Systeme verschlüsselt.
Nachtrag vom 19.09.2024:
Die Täter verlangen vom Port of Seattle ein Lösegeld von 100 Bitcoin (umgerechnet ca. 6 Mio. USD). Der Flughafenbetreiber betont, die Zahlung zu verweigern. Es ist bislang noch nicht bekannt, wie viele Daten Rhysida erbeutet hat und um welche es sich handelt.
Nachtrag vom 08.04.2025:
Der Port of Seattle gab nun bekannt, dass personenbezogene Daten von ca. 90.000 Mitarbeitenden und Vertragspartnern, 71.000 davon aus dem Staat Washington, kompromittiert wurden. Betroffen sind Namen, Geburtsdaten, Führerscheinnummern, Ausweisnummern und Gesundheitsdaten.