Das weltweit tätige Personaldienstleistungsunternehmen Randstad NV ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Den Angreifern gelang es im Zuge des Angriffs nicht nur, Daten in den betroffenen Netzwerke zu verschlüsseln, sondern auch sensible Daten abzuschöpfen. Zu den erbeuteten Daten zählen unter anderem Finanzberichte, Gehaltsabrechnungen und rechtliche Dokumente. Die Täter veröffentlichen bislang etwa 60 MB der Daten, die nach deren Anhaben nur 1 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen.
Laut einer Stellungnahme des Unternehmens richtete sich der Angriff nur gegen einen kleinen Teil des Gesamtnetzwerks, sodass es zu keinem Betriebsausfall kam. Ferner seien keine Kunden-Daten im Zugriff der Angreifer gewesen. Betroffen seien Standorte in den Vereinigten Staaten, Polen, Italien und Frankreich.
Bei der von den Angreifern verwendeten Software handelt es sich um Egregor, eine Ransomware, welche Mitte September 2020 erstmals gesichtet wurde und häufig als Ransomware as a Service (RaaS, eine Anspielung an Software as a Service) betrieben wird. Dadurch können die Ersteller der Ransomware mit 30 % an Angriffen mitverdienen, für die sie anderen Cyber-Kriminellen die Software bereitstellen.