Das Aachener Unternehmen Schumag AG wurde am 22. bzw. 23. September 2024 Opfer einer Ransomware-Attacke durch die Ransomware-Gruppe 8Base.
Das LKA München entdeckte verdächtige Aktivitäten im Darknet und informierte Schumag darüber am Sonntagmorgen, dem 22. September 2024. Das Unternehmen schaltete seine IT-Systeme daraufhin ab. Teile der Produktion liefen jedoch bereits abends wieder an, die vollständige Wiederherstellung der IT-Systeme war bis Dienstagnachmittag jedoch immer noch nicht abgeschlossen. Auch Sicherheits- und Zugangssysteme des Unternehmens waren betroffen. Der Vorfall sorgte auch dafür, dass die Aktionärshauptversammlung abgesagt werden musste.
Die Täter geben auf ihrer Darknet-Seite an, bei dem Angriff wichtige Unternehmensdaten heruntergeladen zu haben. Darunter Verträge, Arbeitnehmerinformationen, Quittungen und vertrauliche Geschäftsdaten.
Das Unternehmen erhielt eine Frist bis zum 30. September 2024. Da Daten nach Verstreichen der Frist zum Download bereitgestellt wurden, ist davon auszugehen, dass kein Lösegeld gezahlt wurde.
Nachtrag vom 11.10.2024:
Das Unternehmen stellte beim Amtsgericht einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung, einer besonderen Art des Insolvenzverfahrens. Der Angriff verschärfte die wirtschaftlich angespannte Lage noch zusätzlich.