Am Montag, dem 13. Oktober 2026, wurde die Stadtverwaltung Eichstätt Opfer eines mutmaßlichen Ransomwareangriffs.
Als Reaktion darauf nahm die Stadt vorsorglich alle Server vom Netz. Sämtliche Verwaltungsdienste waren infolgedessen lahmgelegt; E-Mails und Telefone funktionierten nicht mehr. Das Rathaus blieb geschlossen; lediglich ein Infopunkt für dringende Anliegen wie die Ausstellung von Sterbeurkunden wurde eingerichtet. Für Notfälle richtete die Stadt eine Hotline ein, die ab Dienstagmorgen erreichbar war.
Die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg bestätigte, dass versucht wurde, in die Systeme einzugreifen, und führte technische Auswertungen durch. Ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar.
Die Stadt stellt sich auf einen längeren Ausfall ihrer IT-Systeme ein. Die Stadtverwaltung warnte Bürgerinnen und Bürger zudem davor, vermeintliche Rechnungen aus dem Rathaus zu begleichen, ohne diese zuvor sorgfältig auf Echtheit zu prüfen.