Anfang Dezember war das kanadische Verkehrsunternehmen TransLink, welches unter anderem die U-Bahn in der Region Vancouver betreibt, Opfer eines Ransomware-Angriffs mit Egregor geworden, welcher dessen Zahlungssystem lahmgelegt und die Gehaltsabrechnung massiv gestört hatte. Damals hatten die Angreifer das Unternehmen dazu aufgefordert, sich mit ihnen zwecks Zahlung eines Lösegelds in Verbindung zu setzen und drohten anderenfalls mit der Veröffentlichung abgegriffener Daten, insbesondere Finanzdaten.
Nachdem TransLink als Reaktion darauf zunächst mitteilte, dass finanzielle Daten von Kunden nicht vom Angriff betroffen gewesen waren, da es sie nicht selbst speichere, sondern zur Verarbeitung mit einem Servicedienstleister zusammenarbeitete, gab es nun bekannt, dass auf einen Netzwerkabschnitt zugegriffen wurde, auf dem die Bankinformationen und Sozialversicherungsnummern von dessen Angestellten hinterlegt waren.
Gegenwärtig wird untersucht, welche der auf diesem Netzwerkabschnitt gespeicherten Daten vom Angriff betroffen sind und ggf. gestohlen wurden. Als Vorsichtsmaßnahme empfahl das Unternehmen allen seinen Angestellten für die nächsten zwei Jahre eine von TransLink finanzierte Kreditüberwachung abzuschließen. Die Wiederherstellungsmaßnahmen dauern weiterhin an und die meisten Systeme sind noch immer nicht operativ.