Die im US-Bundesstaat Oklahoma gelegene Stadt Tulsa ist Ziel eines Angriffs mit der Conti-Ransomware geworden. Um eine weitere Ausbreitung der Malware zu unterbinden, hatte die Stadt daraufhin ihre gesamten IT-Systeme abgeschaltet.
Dies hatte eine Unterbrechung der Online-Services der Metropole zur Folge, einschließlich ihres Rechnungszahlungssystems. Die Hotlines der Polizei und des Rettungsdienstes waren davon nicht betroffen, da die Telefonleitungen der Stadt sich weiterhin im regulären Betrieb befinden.
Update vom 22. Juni 2021:
In einer Stellungnahme vom 22. Juni 2021 teilte die Stadt mit, dass die Hacker über 18.000 Dokumente der Stadt in einem Dark-Web-Forum geleakt haben. Bei den meisten veröffentlichten Dokumenten handelte es sich dabei um polizeiliche Vorladungen und interne Dokumente. In vielen Fällen enthalten diese Angaben, mit denen Personen eindeutig identifiziert werden können (Namen, Geburtsdaten, Adressen, Führerscheinnummern).
Alle Einwohner, welche in der Vergangenheit bei der Polizei Anzeige erstattet hatten, eine Vorladung erhalten haben oder Zahlungen bei der Stadt getätigt haben, könnten betroffen sein. Für die Betroffenen besteht eine erhöhte Gefahr, Ziel von Phishing oder anderen betrügerischen Aktivitäten zu werden.