Ein Hacker-Angriff gegen das Universitätsklinikum Düsseldorf legte dessen IT-Systeme lahm. Bereits 2019 meldeten sowohl das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik als auch die Krankenhausgesellschaft dem westfälischen Minister Laumann, dass Krankenhäuser im Bundesland Nordrhein-Westfalen gravierende Sicherheitsprobleme aufweisen würden. Angebotener Unterstützung zur Etablierung von Sicherheitsmaßnahmen erteilte dieser jedoch eine Absage.
Nun nutzten Hacker eine dieser Schwachstellen in den Strukturen des Universitätsklinikums, um in dessen System einzudringen und alle Daten zu verschlüsseln. Nach und nach fielen die Systeme aus und verhinderten den Zugriff auf gespeicherte Daten. Aufgrund des Ausfalls sollte eine Patientin ins Universitätsklinikum Wuppertal verlegt werden, verstarb jedoch beim Transport.
Die Angreifer hinterließen ein Erpresserschreiben mit Hinweisen zur Kontaktaufnahme, welches jedoch zuerst an die Heinrich-Heine-Universität gerichtet war. Eine konkrete Summe des geforderten Lösegelds wurde nicht bekannt. Die Täter zogen die Erpressung nach einer Kontaktaufnahme mit der Polizei zurück. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun in einem Todesfall.