Das University of New Mexico Health Sciences Center, ein akademisches Gesundheitszentrum in den USA, dessen Krankenhausbetrieb unter dem Namen UNM Health betrieben wird, entdeckte am 26. Oktober 2026 gegen 11 Uhr einen Cyberangriff. Der Klinikverbund betreibt New Mexicos einziges Traumazentrum der höchsten Versorgungsstufe. IT-Teams leiteten Maßnahmen zur Eindämmung ein. Der Zugangsweg und eine etwaige ausgenutzte Schwachstelle sind unbekannt.
Von 12:30 bis 14:30 Uhr leitete der Klinikverbund Rettungswagen um. Ambulante Operationen und Termine in mehr als 30 Kliniken entfielen für den restlichen Tag. Am 27. Oktober 2026 liefen die elektronischen Kernsysteme wieder, die Kliniken nahmen reguläre Termine und Eingriffe auf. Lehrveranstaltungen und Forschung starteten am 28. Oktober 2026 erneut.
Die Ransomwaregruppe BYOD beanspruchte den Angriff für sich. Nach ihren unbestätigten Angaben kompromittierte sie 36.000 Systeme auf dem Hauptcampus und im Klinikbereich sowie zwei Oracle-Datenbanken. Sie behauptete Zugriff auf personenbezogene Daten von Studierenden und Beschäftigten, darunter Sozialversicherungsnummern, Personal- und Gehaltsunterlagen, sowie interne E-Mails, Forschungsdaten, Patientendaten und Behandlungstermine.
Am 27. Oktober 2026 bot BYOD kostenlose Entschlüsselungsschlüssel ausschließlich für den Klinikbereich sowie bis zu 2.500 US-Dollar Entschädigung je betroffenem Patienten an. Die Gruppe erklärte, gestohlene Daten behalten zu wollen. Ob sie zur Wiederherstellung beitrug, blieb offen.
UNM Health meldete betroffene Endgeräte, jedoch keinen Einbruch in Kernsysteme oder Server, und bestätigte keinen Ransomware-Angriff. Der Verbund machte nach eigenen Angaben keine Zugeständnisse und warnte vor Kontakt zu den Tätern sowie falschen Entschädigungsangeboten.